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Förderschule Schwerpunkt Lernen
Was ist Sportförderunterricht?
Als
"Sportförderunterricht" bzw. "Sportförderkurse" werden zeitlich befristete
unterrichtliche Veranstaltungen bezeichnet, die zusätzlich zum
obligatorischen Sportunterricht mit dem Ziel der individuellen (psycho)motorischen
– auch sportmotorischen – und psycho-sozialen Förderung
ausgewählter Schülerinnen und Schüler an den Schulen durchgeführt werden.
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ganzheitliche Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von
Kindern und Jugendlichen durch Bewegung, Spiel und Sport unter
besonderer Berücksichtigung der Gesundheit
-
didaktische Prinzipien wie Kindgemäßheit, Offenheit,
Freiwilligkeit und Selbstständigkeit im Vordergrund
-
Sportförderunterricht bezieht alle Inhalte des Schulsports
ein, soweit dies sinnvoll und organisatorisch möglich ist
-
Förderung der
Förderbereiche (Motorik, Wahrnehmung, Emotionalität, Emotionalität,
Soziabilität, Kognition) durch den Sportförderunterricht
-
In der Unterstufe
stehen die Förderbereiche Motorik, Emotionalität, Soziabilität im
Vordergrund
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Motorik:
koordinative Fähigkeiten (kleine Spiele) „spielen lernen“ (Materialerfahrung)
Spielräume entdecken
o
Emotionalität: Körperkontakt zulassen (indirekter
Körperkontakt; Massage zur Entspannung, Ringen und Raufen,…)
Grenzen entdecken
(Grenzen überwinden (Selbstvertrauen, Motivation), Grenzen akzeptieren,…)
Gefühle (Gefühle
zulassen, ausdrücken, kompensieren durch Grenzen erfahren, Rollenspiele,
Pantomime, Ringen und Raufen, usw.)
o
Soziabilität: Grenzen und
Gefühle von anderen erkennen und
akzeptieren (z.
B. beim Körperkontakt, Ringen und Raufen, …)
Regeln aufstellen und
sich an Regeln halten, Sinnhaftigkeit von Regeln erfahren (Spiele
mit einfachen
 Übungen
wie miteinander aufstehen, Pendel, …)
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Spaß und Fitness im Bad
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alle machen mit
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wasserscheu? wir nicht!
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Wir helfen einander gerne bei der Partnerübung
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schieben, ziehen und gezogen werden - Vertrauen aufbauen
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Erfahrungsbericht nach einem Jahr
Sportförderunterricht
Da alle ausgewählten Kinder sich
gerne im Wasser bewegen entschieden wir uns den Sportförderunterricht im
Schwimmbad abzuhalten. Die Bewegungsaufgaben, die die Schüler im Wasser
ausführen sollten hatten alle einen spielerischen Charakter. Es wurden
Spiele zur Kontaktaufnahme, zum Miteinander, Grenzen finden, Körperkontakt
aufnehmen, etwas Aushalten können gespielt. Diese Spiele wurden immer in
der ganzen Gruppe gespielt. Es gab auch spielerische Bewegungsaufgaben zur
Förderung der Koordination und zur Geschicklichkeit. Auch diese wurden in
der Gruppe oder wenigstens zu zweit durchgeführt, so dass die
Gruppenzusammengehörigkeit relativ schnell sehr hoch war. Auch die sehr
hohe Motivation und Bewegungsbereitschaft der Schüler trug dazu bei.
Es zeigten sich sehr schnall
positive Erfolge des Sportförderunterrichts: ein sehr aggressiver Schüler
hielt es aus, wenn alle andern versuchten ihm sein Schwimmbrett
wegzunehmen; schwierige Schüler, die sich von allem provoziert fühlten,
ließen sich ohne weiteres von den anderen Schülern nass spritzen. Ein
Schüler lernte Schwimmen und auch die Schüler, die sonst eher ungern Sport
mitmachten, weil sie dort meist Misserfolge erfuhren, bewegten sich im
Wasser ohne Unterlass. Ein autistischer Schüler freute sich sichtlich über
die Spiele im Wasser und ein weiterer, eher schwieriger Schüler, übernahm
es sich ganz besonders um diesen autistischen Schüler zu kümmern und für
seine Erfolge „zu sorgen“.
Im l aufenden
Schuljahr 2007/2008 änderten wir die Gruppenzusammensetzung etwas. Es
blieben einige Schüler der Gruppe erhalten, einige kamen neu hinzu. Neu
ist außerdem, dass in der Klasse 1/2 der Sportförderunterricht als
positive Verstärkung eingesetzt wird und ein bis zwei Schüler, die es sich
in der Woche „verdient haben“, an diesem teilnehmen dürfen.
Die neue Mischung aus „alten“
und „neuen“ klappt sehr gut, da sich die „alten“ in ihrer Rolle, den
anderen etwas zeigen und beibringen zu können sehr gut fühlen. Die neuen
wiederum lernen sehr schnell, da sie sich viel abgucken können.
S. Behle, 20.10.2007
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